Bürgerschießen 2025

Rekord-Bürgerschießen: 20 000 Schuss in fünf Tagen

Rekord bei den Braunschützen Straßkirchen mit 807 Startern – Josef Grebacher absolviert Triple und wird Bürgerkönig.

Straßkirchen Das Bürgerschießen der Braunschützen Straßkirchen war ein wahres Schützenfest und hat erneut bewiesen, welch hohen Stellenwert das Vereinsleben und die Gemeinschaft in Straßkirchen genießen. Über fünf Tage hinweg herrschte reges Treiben an den Schießständen, und die Veranstaltung war täglich „ausgebucht“. Insgesamt gingen beeindruckende 807 Starter an den Schießständen ins Rennen.

Die Teilnehmenden traten in verschiedenen Gruppierungen oder für ihre Vereine an und versuchten, die höchste Ringzahl oder das schönste „Blatt“ zu erzielen. Über 20 000 Schuss wurden während der fünf Tage abgegeben – ein neuer Rekord, der zeigt, wie beliebt das Event ist.

Der Andrang war an manchen Tagen sogar so groß, dass es während der Schießzeiten oft keine freien Sitzplätze für wartende Schützen gab. Doch anstatt sich zu ärgern oder zu schimpfen, nahmen es die meisten gelassen: Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt standen im Vordergrund. Das Miteinander am Schießstand, die Aufregung vor jedem Schuss und die Freude über eine gelungene Serie sorgten für eine ganz besondere Stimmung. Häufig wurde der Ehrgeiz neu geweckt, wenn ein Kollege plötzlich einen Ring mehr erzielte – dann wurde kurzerhand noch einmal geschossen, um sich zu verbessern.

Josef Grebacher stach in diesem Jahr besonders hervor. Mit 34 Serien brachte er es auf 340 Schuss und führte damit nicht nur diese Wertung an. Beim Gauteiler, bei dem der ehemalige „Kollerwirt“ Heinz Schmiedbauer einen 65-Teiler vorgab, gelang es ihm, eine Punktlandung zu erzielen – ebenso wie seine Verfolger Chantal Hallhuber und Armin Vorman. Beim Deckteiler hatte Grebacher erneut die Nase vorn – zu gewinnen gab es hier 50 Liter Andorfer Weißbier.

Das „Triple“ vollendete Josef Grebacher schließlich mit dem Titel des Bürgerkönigs: Mit einem 8-Teiler setzte er sich knapp vor Markus Holler (10-Teiler, 16 Deckteiler) und Lukas Urmann (10-Teiler, 123 Deckteiler) durch.

Bei den Gruppierungen übertraf die „Ratzinger Hittn“ die Erwartungen gleich doppelt: Sie motivierte nicht nur die meisten Schützen zur Teilnahme, sondern zeigte auch Treffsicherheit. Von 81 gemeldeten Schützen wurden die besten acht für die Wertung herangezogen – das bedeutete Platz eins mit 780 Ringen und dem Meisterpreis für die „Ratzinger“. Die DJK Straßkirchen folgte mit 73 Startern auf Rang zwei und die FFW Oberlindach belegte mit 51 Schützen Platz drei. Treffsicher waren jedoch die Schützen vom Bayern Fanclub mit 771 Ringen (2. Platz) und dem Skiclub mit 770 Ringen (3. Platz). Für alle vollständigen Mannschaften winkten schmackhafte Brotzeiten – die erstplatzierten durften hier mit Muskelkraft einige Körbe nach Hause tragen – die drei besten Mannschaften erhielten traditionell ihr Preisgeld in „flüssigem Gold“ ausbezahlt.

Ein weiterer Höhepunkt war der Jubelschuss, der von Glücksfee Lotta Schwarzmeier, dem zweitjüngsten Mitglied bei den Braunschützen, ausgelöst wurde. „Reindl Essen“ für zehn Personen, das vom Gasthaus Grimindl spendiert wurde, freut sich Evelyn Greindl.

In der Einzelwertung hatten Florian Himmelsbach (100/99/98), Josef Thoma (100/98/96) und Christian Schreiner (99/98/98) das Ziel besonders gut im Visier – übrigens gelangen nur Himmelsbach und Thoma eine 100er-Serie.

Schützenmeister Walter Küblböck zeigte sich besonders erfreut, dass die Gemeinderäte Josef Knon, Matthias Bredemeier und Max Brandl zur Siegerehrung erschienen und auch selbst engagiert am Bürgerschießen teilnahmen. Ein besonderer Dank galt auch Fahnenmutter Daniela Schreiner, die für die sehr beliebten, kunstvoll gestalteten und selbstgefertigten Preise sehr gelobt wurde. Diese einzigartigen Preise sowie die vielen weiteren süßen, sauren, flüssigen und nützlichen Gewinne bildeten eine gesunde Mischung und es fand sich für jeden etwas Passendes. Die hohe Qualität und Quantität – es gab über 160 Preise – ist inzwischen ein Markenzeichen der Braunschützen Straßkirchen und ein zusätzlicher Anreiz für viele Teilnehmer, so 2. Schützenmeister Erich Schreiner.

Die Menschen wissen: Hier gibt es nicht nur sportlichen Wettkampf und gute Stimmung, sondern auch etwas Besonderes zu gewinnen, was bis auf den letzten Platz gefüllte Gemeindesaal bei der Siegerehrung unter Beweis stellte.

-angelehnt an PNP(HW)